Wie gelingt gute Zusammenarbeit im Team

„Du gewinnst nie allein. An dem Tag, an dem du was anderes glaubst, fängst du an zu verlieren.“ (Mika Pauli Häkkinen, finnischer Rennfahrer)

Jede Führungskraft ist nur so gut, wie das Team, das hinter ihr steht. Teamentwicklung ist eine Hauptaufgabe für die Führungskraft, denn nur wenn die Zusammenarbeit im Team gut funktioniert und der Austausch untereinander stimmt, kann das Team auch Spitzenleistung erbringen und damit Erfolge. Dabei geht es nicht darum jedem Team neue Regeln und Normen überzustülpen. Jedes Team soll seine eigenen offiziellen und inoffiziellen Regeln ausgestalten dürfen, denn was richtig und falsch ist, darüber entscheidet das Team selbst. Strukturen und Regeln sagen noch nichts über die gute Zusammenarbeit aus. Was viel ausschlaggebender ist, ist dass das Team die Unterschiedlichkeiten im Team akzeptiert und trotz Gemeinschaft die Individualität eines jeden einzelnen gelten lässt.

Psychologische Sicherheit schaffen          

Dies zeigt auch die „Project Aristotle“ Studie von google 2016. Hier wurde die psychologische Sicherheit in Teams als der wesentlicher Faktor angesehen. Was bedeutet dies? Unter psychologischer Sicherheit wird verstanden, dass die Teammitglieder ihre Meinungen, Ideen und Vorschläge offen im Team äußern können und auch gemeinsame Risiken eingehen können, ohne das Risiko einzugehen von der Gruppe bestraft zu werden (auslachen, beschimpfen, Nichtachtung,…..). Je mehr also jeder in einer Gruppe die Möglichkeit hat, offen seine Gedanken mitzuteilen, umso besser wird die Zusammenarbeit. Dazu braucht es eine hohe Konfliktlösungsfähigkeit bei jedem einzelnen Mitglied, eine offene und transparente Kommunikationskultur und einen konstruktiven Umgang mit Fehlern. Nur wenn das gesamte Team kontinuierlich im Alltag Unterschiede zulassen kann, kann Vertrauen entstehen, dass jeder sich sicher genug fühlt sich inhaltlich und persönlich in ein Team einzubringen.

Warum gute Teamwork wichtig ist für das Unternehmen und den Erfolg des Teams:

Wenn Führungskräfte sich zum Ziel gesetzt haben, dass sie Ihr Team weiter entwickeln wollen und für eine gute Stimmung und ein konstruktives Miteinander sorgen, dann sorgen sie nicht nur für eine produktive Zusammenarbeit. Es geht auch darum, dass die Innovationskraft steigt, weil Ideen untereinander ausgetauscht, weiterentwickelt und kritisch hinterfragt werden. Es können Probleme offen angesprochen werden und damit Lösungen gefunden werden – gerade die unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Teammitglieder werden dazu führen, dass mit der steigenden Komplexität tragbare Lösungen gefunden werden. Hinzu kommt, dass die Qualität der Leistungen im Team steigt, wenn eine Atmosphäre des voneinander Lernens stattfindet. Das Team wird hierdurch auch flexibler auf Veränderungen und Unerwartetes reagieren können. Und all das wird der Kunde des Teams deutlich spüren. Genau dies wird den Erfolg des Teams steigern.

Immer wieder frage ich Führungskräfte in meinen Seminaren, was sie unternehmen, um das Team weiter zu entwickeln, dann fallen ihnen oft zuerst gemeinsame Aktivitäten außerhalb des normalen Arbeitsumfelds ein wie Weihnachtsfeiern, abends mal zusammen Essen gehen oder gemeinsam Sport machen. Diese Aktivitäten sind nicht klein zu reden, sie unterstützen die Teamentwicklung im Alltag, da sich alle außerhalb der Hierarchien und Normen des Arbeitsalltags kennen lernen. Doch es gibt weit mehr, was zu einer guten Zusammenarbeit führt. Paul Watzlawick hat zwei wichtige Dimensionen einer Teamkultur aufgezeigt. Nur wenn in einem Team die Sachorientierung und die Beziehungsorientierung hoch sind, wird das Team zu einem Spitzenteam.

Hier eine Auswahl an Steuerungsinstrumenten

Sachorientierung in Teams:

  • Visionen und gemeinsame Ziele
  • Rollenverteilung
  • Klare Strukturen und Aufgabenverteilungen
  • Klare und effiziente Entscheidungskompetenz
  • Klare Kommunikationswege/-strukturen
  • Effiziente Zeit und Projektplanung
  • Mitarbeiterförderung/Kompetenzsteigerung:

Beziehungsorientierung in Teams:

  • Motivation, Engagement, Zufriedenheit und sich wohl fühlen
  • Gemeinsame Wertvorstellung
  • Hoher Grad an Identifikation aller
  • Gegenseitige Unterstützung
  • Integrationsfähigkeit neuer Mitarbeiter
  • Sympathie

Gute Teamarbeit ist das Resultat aus einem bunten Blumenstrauß von Maßnahmen und Interaktionen im Team. Dabei ist nicht immer nur Harmonie gefragt. Gerade in der konstruktiven Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Perspektiven und dem Zulassen von anders sein entstehen Lösungen und neue Ideen. Diese sind von der Führungskraft, aber auch von den Mitarbeitern zu fördern und zu leben. Dann gelingt gutes Zusammenarbeiten in einem Team, in dem sich alle wohlfühlen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 05 April 2018 12:32
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